Es ist da!

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Amazon hat unser »Tor in eine andere Welt« geöffnet.

Einige von euch haben es bereits gefunden und sind hindurchgegangen.

Hier der Link für die Unentschlossenen:
auch über Kindle Unlimited erhältlich

Amazon

Wir wünschen euch fantasievolle Lesestunden.

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Es ist vollbracht :D

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Unsere neue Anthologie hat sich auf den Weg zu Amazon gemacht.

Haltet die Augen offen nach:

AndereWelt4

Tor in eine andere Welt

Die Kuschelgang entführt euch diesmal durch ein Tor.
In das Reich der Fantasie, das zu 10 fantasievollen, homoerotischen Storys in eine andere Welt führt.
Trefft auf Drachen, Einhörner, Greife, Schafe und Pudel, auf heiße Kerle, die aus Flaschen entspringen, einen Flattermann, Nymphen, Amor oder den Erlkönig.
Alle begleiten euch durch das Tor und treffen sich vielleicht in einer Stadt in den Wolken.

532 Fantasy-Seiten werden auch als Kindle unlimited zu bekommen sein,

Das Print wird in den nächsten Tagen folgen, da wird noch an den Extras gebastelt.

Wir wünschen euch ein Happy Halloween und viel Spaß mit unseren Fantasy-Storys.

Häppchen Nummer elf!

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S. B. Sasori

Der Erlkönig

Tut mir leid, bin spät dran. Aber hier mein Häppchen … Über ihm knackten Zweige. Eine Eule schrie auf, schwang sich aus dem Dickicht. Ihre Augen leuchteten in der Dunkelheit.Sie umkreiste ihn einmal, zweimal, dreimal. Ihre Flügelspitzen streiften Mattis’ nackte, vollkommen zerkratzte Schultern. »Sag ihm, dass ich auf ihn warte«, rief er dem Vogel zu. »Sag ihm, dass ich keine Angst mehr habe!« Was für eine Lüge. Die Eule warf sich in den Sturm, ließ sich von ihm in die Höhe tragen. Wie ein Schatten glitt sie über den wolkenverhangenen Himmel. Mattis kniete sich in die Nässe, vergrub die Hände im aufgeweichten Boden. »Ich bin zurück.« Der Wind riss ihm die Worte von den Lippen.»Du kannst mich haben.«

Häppchen Nummer zehn!

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Kataro Nuel

Drachenschicksal


Obskula beugte sich vor, schenkte sich eine Tasse Tee ein und bot Atrikolas auch welchen an. Den lehnte dieser jedoch höflich ab, wie auch die Zimtkekse, die ihm Obskula anschließend auf einem Teller hinhielt.
»Jedoch in e
inem irrst du dich! Du warst niemals in Gefahr. Dich hatte ein Zauber umgeben, der dich anfangs nur drei Tage schützen sollte. Da ich jedoch wusste, dass Sibatzius nicht zurückkehren würde, habe ich den Zauber entsprechend verlängert, bis dich jemand finden würde und du in Sicherheit warst.«
Er lehnte sich zurück und nippte an seinem Tee, um dann fortzufahren.
»Hier geht es auch nicht um ein Erbe, so wie man dir sagte oder wie du es vielleicht von den Menschen her kennst. Du wurdest zurückgeholt, um den Krieg zu beenden, vor dem man dich in Sicherheit bringen wollte.«
»Ja, welche Ironie, nicht wahr? Hätte man mich hier gelassen, wie es bestimmt war, wären so einige Drachen nicht meinetwegen gestorben.« Deutlich konnte man Atrikolas’ Verbitterung und den Vorwurf heraushören. »Aber damit eins klar ist: Ich habe nicht vor, gegen Katarios zu kämpfen.« Atrikolas war bewusst herausfordernd. Obskulas’ Reaktion, ein leises Lachen daraufhin, überraschte und pikierte ihn.
»Mich erheitern nicht deine Worte, sondern deine offene frische Art. Sie gefällt mir. Niemand sonst in unserer Welt würde es wagen, so mit mir zu reden.«
Obskula stellte die Tasse zurück auf den Tisch und neigte sich etwas vor, damit er Atrikolas geradewegs in die Augen sehen konnte.
»Du bist nicht für die Taten anderer verantwortlich und ebenso kannst du dir sicher sein, dass es dein Schicksal war, bei den Menschen unterzukommen, bis deine Zeit gekommen war hierher zurückzukehren.«

Häppchen Nummer neun!

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Chris P. Rolls

Wenn das Herz flattert


Dominik lächelte, vernahm das winzige Summen der Hundert Insekten, das leise Saugen. Er wusste, was passieren würde und liebte es jedes Mal.
»Oh Mist, wir haben sie erschreckt«, stieß Ralf aus, als die Schmetterlinge sich alle g
leichzeitig erhoben und wild umherflatterten. Für Sekunden war die Luft erfüllt von ihren Flügelschlägen, ein wirres Durcheinander flirrender, bunter Flügel. Dominik schloss die Augen und stand still, während das Summen rings um ihn zunahm. Die erste vage Berührung, dann die nächste, federleicht, wie ein Hauch.
»Was …? Wow, das gibt es nicht. Was hast du für ein Rasierwasser? Die scheinen ja regelrecht auf dich zu fliegen.« Ralfs Stimme klang weit entfernt, ließ Dominik dennoch die Augen öffnen und ihn anlächeln, während die Schmetterlinge um ihn kreisten, einige sich Sekundenbruchteile auf ihm niederließen, nur um gleich darauf wieder davonzuflattern. Wie ein Gruß, eine stumme Begrüßung.

Häppchen Nummer acht!

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Karolina Peli

Das andere Volk. Die Stadt in den Wolken


Unentwegt hatte er zum Himmel gestarrt, Geräusche um ihn überdeutlich wahrnehmend. Sie kamen von kleinen Tieren im Wald, die durch das trockene Laub huschten, und ihre Nahrung suchten oder gar auf der Flucht war
en. Er war sich sicher, hätte er genauer hingesehen, hätte er sie erblickt.
Aber darum ging es im Moment nicht. Warum kribbelten ausgerechnet jetzt seine Handflächen? Was ihm soeben offenbart wurde, war auch nichts, was erklärbar war. Scharfe Umrisse ließen erahnen, um was es ging. Waren es … Häuser? Nach und nach enthüllte sich ihm die Szenerie. Eine Stadt am Himmel? Ja, eindeutig. Das konnte nicht sein. Wurde er jetzt etwa verrückt?
Meru kniff die Augen zusammen. Zählte langsam bis zwanzig, öffnete sie wieder. Sie war nicht verschwunden. Im Gegenteil. Sie hob sich noch deutlicher vom Firmament ab als vorher. Eine Stadt in den Wolken? Weiß schimmerten die Umrisse der Gebäude. Sie erinnerten ihn von der Bauweise her an den Süden. An die weißen, sanft geformten Bauwerke auf den Inseln des Mittelmeers. Er konnte goldgelb schimmernde Lichter ausmachen. Sie vermittelten ihm ein unglaublich intensives Gefühl der Geborgenheit.

Häppchen Nummer sieben!

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Caitlin Daray

Das Bündnis der Greife


Meine Finger schlossen sich fester um die Klinge, als sie am Horizont auftauchten. Eine gewaltige, dunkle Masse. Ein Meer aus Köpfen, ein Heer, schwarz wie die Nacht. 
Hinter mir begann das Wasser zu rauschen, dann hörte ich ein 
Knacken, als würde erneut das Eis brechen. Und mit jedem Knacken folgten schwere, stampfende Schritte, bis ich einen Blick zurückwarf. Eisriesen materialisierten sich und traten an meine Seite, einer nach dem anderen.
Eine Armee aus Wasser und Eis, gespickt mit gefährlich aussehenden Eiszapfen, baute sich hinter mir auf und ihre Zahl wurde rasch größer und größer.
„Nur für den Fall, dass ich sterbe … mit welchem Gott habe ich die Ehre?“
Mehr als ein belustigtes Schnauben vernahm ich nicht und ich glaubte schon vergebens auf eine Antwort warten zu müssen.
Hylaron.
Auch das noch … dass ich von zehn Wassergottheiten ausgerechnet den abtrünnigen Hylaron erwischen musste. Nun, lange würde ich mich seiner Gesellschaft sicherlich nicht erfreuen können, denn das Heer der Sheytan stürmte unter ihren ohrenbetäubenden Schlachtrufen geradewegs auf mich zu.

Häppchen Nummer sechs!

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Juli D. Finn

Der Typ aus der Flasche


Bahir Shadee Bayyan Tapan.
Wenn man als Kind mit diesem Namen auf die Welt kommt, hat man schon verloren. Man wird ausgelacht oder auf dem Schulhof verkloppt. Da könnte man auch mit einem Dinosaurierpyjama zur Schule gehen. Der
 Effekt wäre der Gleiche. Spott und Lästerei.
Oder auch schön: Mama kommt mit und verabschiedet das Kind mit vielen dicken Schmatzern, welche mit theatralischen Worten, wie »Pass gut auf dich auf!« oder »Lass dich nicht ärgern!« auf dem Gesicht verteilt werden. Arschkarte. Definitiv.
Ich bin ja so froh, dass ich nie zur Schule gegangen bin. Genau genommen existiere ich nicht einmal wirklich und doch bin ich mit diesem langen Namen gesegnet.
Mein Schöpfer musste einen lustigen Tag gehabt haben.
Nun, nennt mich einfach Bahir. Den Rest können die meisten eh nicht aussprechen, und bevor sie ihn noch mehr verunstalten als ohnehin schon, halte ich es einfach, kurz und knackig.
Mein Schöpfer – ihr nennt ihn Gott – ist ein vorwitziger Kerl, der viele meiner Art erschaffen hat. So wie er euch mit seinem mehr als schrägen Humor auf die Welt losgelassen hat, so muss er bei uns high gewesen sein. Anders kann ich mir das Ganze nicht erklären.

Häppchen Nummer fünf!

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Sandra Black

 Er hasst mich!?


„Ich war nur überrascht. So ein Job ist ja nicht gerade alltäglich. Wie bist du denn dazu gekommen?“, fragte Jan neugierig nach und ging endlich weiter. Amon tat es ihm gleich und erklärte.
„Mir wurde der Job aus heiterem Himmel angebot
en und ich fand es interessant, Menschen zusammenzubringen. Zudem gibt es mir ein gutes Gefühl, wenn ich sehe, dass sich die Richtigen finden und ihr Glück genießen können.“
„Oh Mann. Vielleicht hätte ich das ja auch mal ausprobieren müssen.“ Jan lachte, fuhr sich mit der Hand über den Nacken und schielte zu seiner nächtlichen Begleitung.

Häppchen Nummer vier!

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Sandra Black

Nymphenspiegel


Die grünen Augen musterten ihn aufmerksam, so wie Simon den Spiegel musterte. Wie konnte das funktionieren? Hinter ihm war kein Durchgang zu den Treppen zu sehen, hinter der Gestalt aber schon. Als er über seine Schulter schielte, war do
rt nur das Fenster. Er wandte sich wieder dem Spiegel zu.
»Wieso kann ich dich nicht ganz erkennen?«, fragte er leise und legte die Hand flach auf die Scheibe. Genau in dem Moment als er und die Gestalt die Hände synchron auf der Scheibe liegen hatten, schoben sich kalte und glitschige Finger zwischen die von Simons.
Simon gab einen erschrockenen Schrei von sich, entwendete der kalten Hand seine Finger und wollte zurückweichen, doch die Gestalt packte schnell zu und hielt ihn am Handgelenk fest.
»Bleib hier und habe keine Angst«, vernahm er eine helle Stimme und fassungslos sah er von der Hand auf das Gesicht. Das konnte nicht sein, das war nie und nimmer sein Spiegelbild.